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| 25.10.2006: Wien - Kämpferische Kundgebung gegen das Verbot des KSM! | |||||||
Trotz einsetzenden Regens und eher spontaner Vorbereitung versammelten ich am Dienstag, den 24. Oktober, weit über hundert Demonstranten, um gegen das antidemokratische Verbot des kommunistischen Jugendverbandes Tschechiens KSM zu protestieren. Ein Vertreter der Kommunistischen Jugendorganisationen, der Vorsitzende der Sozialistischen Jugend Niederösterreichs Wieland, VertreterInnen der AIK, von Ast und Revolution, der SOAL und schließlich der Kommunistischen Initiative [KI] forderten in scharfen Worten die sofortige Rücknahme des Verbotes. In den Reden wurde klar gemacht, dass es auch in dieser Frage des rabiaten Antikommunismus gilt, den Anfängen zu wehren. Hermann Dworczak betonte, dass in den osteuropäischen Ländern gegenüber den rechtsextremen und faschistischen politischen Kräften nicht nur Toleranz herrsche, sondern offene Faschisten wie in Bulgarien zur Präsidentenwahl antreten, Rechtsradikale in Regierungskoalitionen eingebaut werden, oder - wie in Budapest - Faschisten einen Panzer kapern. Andererseits wird die Arbeit von antifaschistischen, antiimperialistischen, linken, revolutionären Kräften be- und verhindert. Im Falle des KSM wurde das Verbot ausgesprochen, weil dieser - wie auch die tschechische Kommunistische Partei KSCM, die eine der mitglieder- und wählerstärksten kommunistischen Parteien in Europa ist - nach wie vor nicht zu Kreuze gekrochen seien und zum Unterschied der diversen angepassten Konjunkturlinken auf eine revolutionäre Veränderung der kapitalistischen Gesellschaft orientiere, betonte Otto Bruckner von der KI. Er wandte sich auch direkt an den tschechischen Botschafter in Österreich, dessen Partei ja für das Verbot verantwortlich sei: "Ihre Regierung ist ein Schande!" Zahlreiche Gäste eines Empfanges in der Botschaft waren ebenso Zaungäste wie Botschaftsangehörige, die sich in den Fenstern zeigten. KommunistInnen hätten in der Vergangenheit gezeigt, daß sie international gegen Repression und Unterdrückung zusammenstehen, und sie würden dies auch in der Zukunft tun, betonte der KI-Redner: "Rechnen sie ruhig damit, daß es hier öfter laut sein wird, Herr Botschafter! Unser Protest geht weiter, bis das KSM-Verbot fällt". Die eindrucksvolle und kämpferische Kundgebung, die immer wieder lautstark die Aufhebung des Verbotes und die internationale Solidarität einforderte, schloss mit der Internationalen. |
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Quelle: www.kominform.at |
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